Das 23. Türchen: Vorbild Christus

In unserer Bistumszeitschrift: Paulinus habe ich im Artikel: Christus im Pilgerkleid seiner Kirche ein Zitat von Richard Rohr gefunden, das mich sehr angesprochen hat und das sich sehr gut als meditativer Text eignet:

„Man wird nicht durch Hinzufügen heilig, sondern durch Abziehen, durch das Ablegen seiner Illusionen, das Loslassen seiner Fassaden, das Freilegen seines falschen Ichs, das Aufbrechen seines Herzens und die Offenheit und das Verständnis für andere. Und bei alldem nimmt man sein eigenes Ich nicht allzu wichtig. Wir sind gewissermaßen auf der völlig falschen Spur: Wir bemühen uns um einen Aufstieg, während Jesus absteigt.“

Richard Rohr

Morgen ist es wieder soweit. Wir feiern die Ankunft und Menschwerdung des Gottessohnes. Ob wir die Zeit des Advents wirklich genutzt haben um uns vorzubereiten? Ich muss das leider verneinen. Viel zu selten habe ich dem Raum gegeben, was wirklich wichtig ist. Viel zu selten habe ich mich auf seine Ankunft vorbereitet.

Morgen feiern wir seinen Abstieg zu uns, seine Ankunft in Bethlehem. Sicher reicht es ihm, wenn wir uns an Seite stellen, ihm unsere Tür öffnen, den Aufstieg können wir getrost anderen überlassen. Wenn ihm die Erde gut genug war, dürfen wir auch mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben, und statt die Hände anbetend zum Himmel zu recken, sie vielleicht einfach nur zum Geben nutzen.

Vielleicht berührt euch dieser Text von Richard Rohr ja ebenso sehr wie mich.

 

 

 

 

 

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. ja, Andrea. Wenn ich an die Hektik und Hetze der letzten Wochen denke, muss ich Dir zustimmen. Auch ich bin nicht vorbereitet und würde mich am liebsten in eine dunkle Ecke verkriechen

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