10 Arten, wie du Sternsingern nicht die Tür aufmachen solltest. Bei Nr. 7 hab ich laut gelacht

Mal wieder ein Beispiel, wie und dass es kirchlichen Institutionen gelingt, statt dem mahnenden Zeigefinger ein Thema witzig und aufmerksamkeitsstark aufzuarbeiten.

Hier das Video vom Bistum Essen zum Thema Sternsinger. Und wer schon mal Sternsinger begleitet hat, ist mit Sicherheit schon dem ein oder anderen Typ begegnet.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Zwei Typen haben sie übrigens vergessen:

Kommentar

Der Kommentator verstand übrigens nicht, warum ich mich an seinem Kommentar störe. Meine Erwiderung, dass es einen Unterschied zwischen Bitten und Betteln gibt (wobei ich auch Betteln für eine durchaus gerechtfertigte Aktion halte, wenn man Hilfe benötigt) verstand er nicht.

Eine super Erklärung für den Unterschied zwischen bitten und betteln, habe in dem Buch The Art of Asking: Wie ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und lernte, mir helfen zu lassen diese Definition gefunden.

Bitten und Betteln

Und dann natürlich das Totschlag-Argument:

Kirche

Ich kann durchaus verstehen, dass man der Meinung sein kann, die Kirche sei reich genug. Daran, dass dieser Reichtum in Zukunft besser und gerechter verteilt wird, darum kümmert sich ja im Moment zumindest der oberste Chef.

Ich würde mich freuen, wenn man/frau in Betracht würde, dass hier Kinder für Kinder sammeln. Dass satte Wohlstandskinder sich mit Armut auseinandersetzen und ihre Kraft dafür einsetzen, um etwas Gutes zu tun. Und das nicht bei schönstem Wetter und einer kurzen Laufstrecke. Sondern oft genug bei Eiseskälte, Wind und Regen. Ein bisschen Respekt für das Anliegen der Kinder fände ich da echt schön. Die Kinder können für das, was der Kirche vorgeworfen wird, null komma gar nichts. Weder die sammelnden Kinder noch die empfangenden.

Just my 2 Cents.

Und hier noch ein paar Fakten zur diesjährigen Aktion:

330.000 Sternsinger sind in diesen Tagen unterwegs
In diesen Tagen werden in mehr als 10.000 Pfarrgemeinden überall in Deutschland rund 330.000 Sternsinger und rund 90.000 jugendliche und erwachsene Begleitende ihren Segen zu den Menschen bringen und Spenden für benachteiligte Kinder in aller Welt sammeln. Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 948 Millionen Euro wurden seither gesammelt, rund 68.600 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 57. Aktion zum Jahresbeginn 2015 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.515 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten mehr als 45,5 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Rehabilitation sowie Nothilfe.

Quelle: Sternsinger.de

 

PS: und sorry, die Überschrift à la Heftig und Konsorten musste einfach sein.

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Frau Juchem,

    die Sternsingeraktion ist wirklich eine tolle Sache.

    Kinder helfen Kindern, setzen sich ein und erfahren, wie schön es ist, zu helfen. Zum einen eine wertvolle Erfahrung für die Kinder, die helfen. Zu erfahren, dass jeder einzelne von uns -und sei er noch so klein- etwas bewegen kann. Zum anderen natürlich für die bedürftigen Kinder, die am eigenen Leib spüren dürfen, dass sie nicht “vergessen“ werden und dass es Kinder gibt, denen es nicht egal ist, wie es ihnen geht,
    sondern sich einsetzen und mit jedem Cent helfen wollen. Christliche Nächstenliebe von Anfang an.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass die Sternsingerkinder auch dankbare Kinder sind. Denn sie wissen, dass es viele Kinder gibt, denen es nicht so gut geht wie ihnen.

    Bei den facebookkommentaren kann man nur den Kopf schütteln. Schade, dass es Menschen gibt, die so denken und fühlen. Bleibt nur zu sagen, dass sich die Erwachsenen auch hier wieder ein Beispiel an den Kindern nehmen sollten. Und würden diese Menschen sich wirklich dafür interessieren,dann wüssten sie auch wofür das gesammelte Geld benötigt wird.

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