Bug, Evolution oder ….? Der Drang nach Transzendenz

Auf der deutschen Seite von Ted fand ich dieses unglaublich interessante und zum Nachdenken anregende Video. Der Psychologieprofessor Jonathan Haidt, University of Virginia stellt die Frage: Wieso streben wir nach Selbsttranszendenz? Und stellt dann wissenschaftliche Lösungsansätze vor.

Wenn euch die Themen Religion, Spiritualität und Transzendenz interessieren sind die 18 Minuten Laufzeit wirklich gut investierte Zeit.

 

Die einzige Aussage im Video, mit der ich echte Probleme habe, ist, dass Krieg ein Weg zur Transzendenz sein kann. Mir ist das ganze Grauen das Krieg mit sich bringt etwas zu sehr beiseite geschoben. Andererseits fand ich die Gedanken, die er darlegt, doch höchst spannend. Ist Transzendenz nicht unglaublich oft mit Schmerzen, Entbehrungen, Leid und tiefster Not verbunden? Aber das ist ja nur ein Nebenaspekt des Videos.

Die Frage, der das Video nachgeht, ist, ob das Streben nach der Transzendenz, nach der Verschmelzung, eine Frage der Evolution ist. Hat die Natur es entwickelt, um uns weiterzubringen, oder ist es nur ein Bug, ein Fehler im System? Jonathan Haidt leitet wissenschaftlich her, warum Transzendenz eben kein Fehler im System, sondern eine evolutionäre Notwendigkeit ist.

Auch wenn in der Folge oft von Heiligkeit und Religion die Rede ist, Gott bleibt bei dieser Frage aber komplett außen vor. Als würde seine Herleitung über die Evolution die Involvierung Gottes in diese Entwicklung ja komplett ausschließen. Als gläubiger Mensch finde ich es an einer solchen Stelle immer wieder amüsant, wieso anscheinend genau dies, die Nicht-Existenz Gottes zu beweisen scheint.

Die Suche nach dem Sakralen ist als Teil der Evolution nicht ausrottbar, sie ist zu unserem höchsten Wohl tief in uns eingepflanzt und lässt sich durch keine Aufklärung, keine Wissenschaft auslöschen. Und ich bin fest davon überzeugt, dass es unser Schöpfer war, der diese Gottessehnsucht tief in uns verwurzelt hat.

 

 

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