Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Nicht ganz so oft wie über den Slam Beitrag von Julia Engelmann bin ich in meiner Timeline auf den großartigen Dokumentarfilm „Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Florian Opitz. Und er ist auch nicht ganz so schnell konsumiert wie das Filmchen. Aber vielleicht enthält er ja den Schlüssel, warum wir „Eines Tages Baby alt sein werden Baby, und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können“. Wie und warum uns das Leben durch die Finger gelaufen ist.

Bezeichnend, dass ich mir diesen Film angeschaut habe, während ich nebenbei den Tannenbaum „abgeschminkt“ habe. 97 Minuten Film warum wir keine Zeit haben, alles immer schneller wird und was wir vielleicht dagegen tun könnten, in dem ich mir so viel Zeit nehme? Ging nicht.

Ob ihr was nebenbei  macht oder euch den Film so anschaut ist eure Sache. Aber schaut ihn euch doch bitte an. Noch ist er auf Arte  zu sehen, danach leiht ihn euch doch einfach aus.

„Wir sparen ständig Zeit. Trotzdem haben wir am Ende immer weniger. Warum eigentlich?“
Obwohl wir ständig Zeit sparen, haben wir immer weniger zur Verfügung. Im Takt der elektronischen Kommunikationsmittel hetzen wir von einem Termin zum anderen. Für die wirklich wichtigen Dinge, für Freunde, Familie, sogar für die eigenen Kinder, bleibt kaum noch Zeit. Doch wer oder was treibt diese Beschleunigung eigentlich an? Ist es ein gesellschaftliches Phänomen, oder liegt es am Zeitmanagement des Einzelnen? Und: gibt es Alternativen?
In seinem Kinodokumentarfilm begibt sich der Filmemacher und Autor Florian Opitz auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Er geht der Frage nach, wo all die Zeit geblieben ist, die wir mühsam mit neuesten Technologien und Effizienzmodellen glaubten, eingespart zu haben. Dabei trifft er auf Menschen, die die ständige Beschleunigung unseres Lebens vorantreiben und solche, die sich trauen, Alternativen zur allgegenwärtigen Rastlosigkeit zu leben. Er befragt Zeitmanagement-Experten, Therapeuten und Wissenschaftler nach Ursachen und Auswirkungen der chronischen Zeitnot. Er trifft Unternehmensberater und Akteure im internationalen Finanzmarkt, die an der Zeitschraube drehen. Ihr Ziel: automatisierte Finanzgeschäfte in Millisekunden. Und er lernt Menschen kennen, die aus ihrem ganz privaten Hamsterrad ausgestiegen sind und solche, die nach gesellschaftlichen Alternativen suchen. Er entdeckt: ein anderes Tempo ist möglich, wir müssen es nur wollen.

 

Bei Markus im Blog habe ich noch ein Interview mit Florian Opitzgefunden seine Erfahrungen zum Thema Zeit und darüber, was sich seit dem Dreh zu seinem Film „Speed“ verändert hat

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