Über den Umgang mit Stress

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Stress ist nicht gesund, das wissen wir alle. Aber hey, irgendwie ist es doch auch cool wenn man sehr gestresst ist, nach der Formel: Viel Stress = ich bin wichtig.

Die Meldungen die ich heute zum Thema Stress gelesen habe, finde ich allerdings sehr beunruhigend:

Die erste Meldung:

Diabetes und Depression in Kombination ist gefährlich. In dem Artikel heißt es: Depressive Störungen können mit einem stressbedingten Anstieg der Kortisolwerte im Blut einhergehen.

Die zweite Meldung ist noch schlimmer und berichtet davon, dass

„Dauerhafte Hochspannung in der Lebensmitte das Demenzrisiko drastisch erhöht.“

Zufällig hat mir gerade heute eine sehr gute Freundin eine wundervolle Geschichte in die Hand gedrückt, die man auch in Beziehung zu dem Stress stzen kann, den man/frau sich macht:

Ein alter Cherokee-Häuptling erzählt eines Abends seinem Enkel eine Legende.
Er sagt: „Mein Sohn, der Kampf zwischen zwei Wölfen tobt in jedem von uns.

Einer ist böse.
Er ist Ärger, Neid, Eifersucht, Sorge, Bedauern, Gier, Arroganz, Selbstmitleid,
Schuld, Missgunst, Minderwertigkeit, Lügen, falscher Stolz und Egoismus.

Der andere ist gut.
Er ist Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Gelassenheit, Demut, Güte, Wohlwollen,
Mitgefühl, Großzügigkeit, Wahrheit und Glaube.“

Der Enkel dachte eine Minute darüber nach und fragte seinen Großvater dann:
„Und welcher Wolf gewinnt?“

Der alte Cherokee antwortete:
„Der, den du fütterst.“*

Wie wäre es, wenn wir öfter mal daran denken welchen Wolf wir gerade füttern, nicht nur bei den oben erwähnten Eigenschaften, sondern bei ganz vielen Dingen die uns nicht gut tun.

Wie wäre es, wenn wir den Stress Wolf auf Diät setzten? Lasst uns den richtigen Wolf füttern!

* Die Quelle der Geschichte ist mir leider nicht bekannt, sie kursiert auch im Internet in sehr vielen verschiedenen Versionen. Wenn jemand weiß woher sie stammt trage ich die Quelle gerne nach.

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7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Dank dir für diese interessanten Inputs. Das mit der Demenz ist schon länger bekannt, doch noch nicht in dieser Form bestätigt worden. Werd ich in meinen Energy-Vortrag gleich ergänzen.

    Das schwierigste beim Umdenken ist wohl wahrlich, die Verbindung. die du geschrieben hast, „viel Stress = viel wichtig“ aufzulösen. Da kommt meist auch noch die Gleichung „keine Zeit = viel wichtig“ dazu.

    Die Geschichte mit den Wölfen kenn ich aus dem Buch „Die fünf Geheimnisse, die Sie entdecken sollten, bevor Sie sterben“. Glaube mich zu erinnern, dass da auch drin stand, von wem die Geschichte ist.

  2. Danke für den Hinweis, Alexandra. Das Buch habe ich gerade von einer gemeinsamen Freundin geschenkt bekommen, bin aber über die ersten Seiten noch nicht hinaus. Werde gleich mal wieder reinschauen.

    Und ja die Verbindung keine Zeit = super wichtig, gilt auch viel zu oft…

  3. Ich hätte gar nicht mehr gewusst, dass ich die Geschichte auch aus diesem Buch kenne… 😉
    Sie kommt im dritten Gehemnis, ab Seite 105 und wird nur als Geschichte der Navajo-Indianer erwähnt.

    Liebe Grüße – und vielleicht ergibt sich ja mal ein kleiner Buch-Besprechungszirkel zwischen uns …

    Claudia

  4. ich gehe nun mal meinen Wolf füttern…

    Danke für diese schöne Geschichte.

    Ein Stressfaktor ist sicherlich auch Angst; Angst vor dem Verlust eines Arbeitzplatzes; vor Armut usw. Da gelingt es vielleicht nicht immer, dagegen anzugehen….

  5. Diese Geschichte begleitet mich nun schon den ganzen Tag und ich überlege, sie mir abzuschreiben, einzurahmen und da aufzuhängen, wo ich sie jeden Tag sehen kann.
    Erstaunlich, wie überraschend ich einige Zuordnungen auf den ersten Blick fand: Sorge ist „böse“, Bedauern auch? Bisher hatte ich das als Emphatie-Bekundungen eingeordnet…
    Erst beim zweiten Nachdenken bin ich darauf gekommen, dass es darum geht, sie nicht (überhand) gewinnen zu lassen. Sie nicht unser Leben bestimmen zu lassen.
    Danke für den schönen Denkanstoß, der mich noch lange begleiten wird.

  6. @Claudia das wäre bestimmt interessant, jeder zieht ja andere, wichtige Stellen aus einem Buch. Danke dir noch mal dafür 🙂

    @Wolfgang Angst ist für mich auch einer der größten Stressfaktoren und dennoch ist es so wichtig Gedankenhygiene zu betreiben. Das meinte übrigens auch besagte Freundin die mir die Geschichte gab. Immer gelingt das sicher nicht, aber jedes Mal bei dem es gelingt ist es ja schon ein Fortschritt.

    @Yvonne danke für deinen Kommentar. Es freut mich immer wieder riesig, wenn die Dinge die ich veröffentliche auch anderen lieben Menschen etwas bedeuten.

  7. @Yvonne Vielen Dank für genau diesen Anstoß mit dem Thema Bedauern.

    In besagtem Buch, aus dem die Geschichte (auch) stammt ist ein ganzes Kapitel dem Bedauern gewidmet und ich erfahre immer wieder, wie sehr Bedauern einen lähmen kann – Bedauern über die Vergangenheit, über die Dinge, die nicht zu ändern sind.

    Bedauern gehört definitiv zu dem Wolf, den man nicht füttern sollte…

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