Laufgeschichten: von nicht angeleinten Hunden und Fahrradfahrern

Fahrrad

 

Kurze Situationsbeschreibung. Ihr seid auf einem Wald- oder Feldweg mit eurem Fahrrad/Mountainbike unterwegs. Vor euch eine Läuferin die 2 nicht angeleinte Hunde dabei hat. Die Hunde laufen geschätzte 50 bis 1oo Meter vor ihr. Preisfrage: Was macht ihr (wenn euch eure Gesundheit/euer Leben lieb ist)?

Ich kann euch sagen, was 2 von 4 Radfahrern gemacht haben, die heute an mir vorbeigeprescht sind. Nichts haben sie gemacht, nicht geklingelt, nicht gerufen, sondern sind einfach nur recht schnell an mir vorbeigefahren. Ach ja, die beiden fuhren nicht zusammen, den einen traf ich auf dem Hinweg, den anderen auf dem Rückweg.

Jetzt überlegt mal. Welche Chance habe ich noch meine Hunde zu kontrollieren, wenn der Radfahrer schon an mir vorbei ist, wenn ich ihn bemerkte? Richtig: gar keine. Glücklicherweise für den Radfahrer ist Mia stehen geblieben. Wäre sie losgelaufen, sie wäre voll in einen der beiden reingelaufen. Die Situation war echt richtig gefährlich. Nicht für mich. Wahrscheinlich auch nicht für den Hund. Aber für diesen *?’#“! Radfahrer, der sich dann vielleicht kopfüber abgelegt hätte.

Und bevor ihr mir mit dem Argument kommt, ich könnte meine Hunde ja an die Leine nehmen. Warum, wenn keine Leinenpflicht ist.

Was macht es eigentlich so schwer, einfach nur von weitem etwas wie „Hallo“ oder „Guten Morgen“ zu rufen? Dann nehme ich die Hunde zu mir, lege sie ab oder lass sie im „bei Fuß“ laufen und sie dürfen erst wieder frei laufen, wenn der Radfahrer sich entfernt hat.

Damit wir uns richtig verstehen, ich habe nichts gegen Fahrradfahrer und Mountainbiker, gar nichts. Ich habe nur was gegen Menschen die meinen, sie seine alleine auf dieser Welt.

Glücklicherweise sind aber die allermeisten echt nett und das Zusammentreffen problemlos. Habe es bei größeren Gruppen auch schon erlebt, dass einer mir angesagt hat, wieviele Fahrer noch nach ihm kommen. Das fand ich total nett und hilfreich.

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9 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Um sowas zu verhindern, ist bei uns vorgeschrieben, dass Hundebesitzer außerort ihren Hund an die Leine nehmen müssen, sobald sich Menschen nähern. Ist natürlich schwierig, wenn von hinten jemand „still“ angebraust kommt. Ich persönlich mag es gar nicht, wenn mir im Wald jemand entgegen kommt und der Hund ist nicht angeleint und rennt auf mich zu.

    • Hallo Margit,

      das kann ich gut verstehen, deswegen nehme ich die Hunde entweder an die Leine wenn mir jemand entgegenkommt, ich lege sie ab oder halte sie am Halsband. Dass Hunde auf Menschen zurennen geht absolut gar nicht. Von der Leine sollten nur Hunde die gut hören.

  2. Oh, ich kenne diese Situation, wenn ich mit dem Pferd in Wald & Flur unterwegs bin und dann rasanten Fahrradfahrern begegne, die sich nicht vorstellen können, dass auch das domestzierte Pferd noch Fluchtreflexe hat, und mir dann erklären, sie hätten schließlich die freie Fahrspur neben mir benutzt… und ansonsten solle ich doch mit solch „gefährlichen Biestern“ im Stall bleiben…
    Ich selbst bin auch einigermaßen ungefährdet wenn mein Pferd tritt – ich sitz ja drauf – aber wer in Reichweite eines Pferdebeins (so ca. 1,5m) an uns vorbeirauscht, darf dann nur noch auf meine Haftpflichtversicherung zählen, und muss die gebrochenen Knochen selbst pflegen.
    Ich frage mich dann auch immer, wo das gegenseitige Verständnis und die Rücksicht auf die Mitmenschen und ihre Tiere geblieben ist.

    • Die Situation kenne ich sowohl vom Boden (als Läufer) als auch als Reiter. Wenn mir Reiter entgegenkommen gehe ich statt zu laufen und wenn ich hinter Ihnen bin rufe ich. Einfach so vorbei geht auch gar nicht.

  3. Vielleicht haben die Radfahrer früher genau das gemacht, was du erwartest und sind auf Hundebesitzer gestoßen, die anders reagierten.
    Vielleicht haben sie ihre Unsicherheit kund getan und sich den megablöden Spruch „och, der will nur spielen“ anhören müssen.
    Vielleicht denken sie, dass die Tiere eigentlich angeleint gehören, wenn sie für andere eine potentielle Gefahr darstellen (Leinenzwang hin oder her).
    Vielleicht denken auch sie, dass sich der joggende Hundebesitzer benimmt als sei er allein auf der Welt 😉

    Jeder betrachtet genau diese Situation von seinem Standpunkt aus. Der bloggende Beitrag der Radfahrer liest sich dann genau anders.

    • Sorry, aber davon leuchtet mir kein Argument ein. Ich kann ja nicht wissen, dass er kommt, sondern würde ich selbstverständlich meinen Hund an die Leine nehmen bzw. ablegen.
      Welche Erfahrungen er gemacht hat ist mir ehrlich gesagt schnuppe, ich beurteile ja auch nicht alle Radfahrer gleich.
      Es ist einfach ein absolut hirnrissiges Kamikaze Verhalten gewesen.

      Und was bitte gäbe dem Radfahrer das Recht zu denken, ich verhielte mich als sei ich alleine auf der Welt. Weil ich auf einer 7 km Strecke auf der ich alle km mal jemand begegne meine Hunde nicht permanent in ihrem Bewegungsdrang hindere, in dem ich sie an die Leine lege?

        • Hab ich ja. Habe beim laufen über alle möglichen Szenarien nachgedacht, aber plausibel war mir keine :-).
          Ich hatte übrigens beiden hintergerufen, beim nächsten Mal mögen sie doch bitte klingeln oder rufen. Der erste hat nur geantwortet: ich habe keine Klingel (aber Stimme hat er schon), der zweite ist einfach weiter gefahren. Für mich ist es einfach nur rücksichtslos.

          Klar, es gibt auch genug rücksichtslose Hundebesitzer. Und der Spruch: „der will ja nur spielen“ geht gar nicht. Aber ich mit meinen 2 recht gut gezogenen (großen) Hunden möchte nicht einfach in einen Topf mit idiotischen Hundehalter geworfen werden. Es gibt solche und solche. Für mich macht das Verhalten des Einzelnen den Unterschied. Und diese beiden haben sich rücksichtslos und unmöglich verhalten.

  4. Hallo!
    Das kennt wohl jeder Hundehalter. Ich bin immer für ein rücksichtsvolles Miteinander und rufe meinen Hund sofort zu mir, wenn jemand des Weges kommt. Dass es gerade für Radfahrer, besonders Mountainbiker, sooo schwer ist, zu warnen oder gar mal ein Stück langsamer zu fahren, ist schon schwer nachzuvollziehen.
    Der Hund hat wirklich von Welpe an gelernt, dass es absolut verboten ist, einem Rad hinterherzurennen – dass er aber sogar wenn er neben mir sitzt, Gefahr läuft, dass ihm einer über den Schwanz fährt, ist schon ein Ding.
    Noch schlimmer ist es mit Pferden. Wir sind mal mit 3 Pferden auf einem recht schmalen Weg 2 MB begegnet. Da wir mit den Pferden gerade eine recht steile Abzweigung runter wollten, habe ich mich quer gestellt und die Radler so darangehindert, direkt hinter dem Pferd meiner Freundin vorbeizubrettern. Denn die befand sich gerade auf dem steilen Abstieg – und ein erschrockener Satz die Böschung runter ist nun wirklich richtig gefährlich. Die Radler waren leicht genervt, trotz meiner freundlichen Erklärung, warum ich das mache. Antwort: „Wieso, wir passen da schon vorbei, uns passiert schon nichts!“ Dazu fiel mir dann nix mehr ein…
    Umso mehr freue ich mich, wenn sich Radler oder Jogger bedanken, dass man seinen Hund aufräumt. Auch das gibt’s!

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