Rezension: Unversehrt sterben

Organspende. Dass das Thema mich wirklich beschäftigt, habt ihr ja schon mitbekommen. Meine Position dazu könnt ihr hier nachlesen.

Wenn man sich in das Thema einliest, dann stößt man sehr schnell auf Renate Greinert, deren Sohn Christian mit 15 Jahren verunglückt ist, und die sich von Medizinern, im schlimmsten Moment ihres Lebens, zu einer Organentnahme überreden lässt.

In ihrem Buch: Unversehrt sterben!: Konfliktfall Organspende – Der Kampf einer Mutter schildert sie schonungslos, wie sie von den behandelnden Ärzten manipuliert wurde, ihr Sohn,  schon bevor die Eltern zustimmten, für die Organentnahme vorbereitet wurde, und was sie bei der Aufarbeitung dieses grausamen Erlebnis noch alles entdecken musste.

Hier könnt ihr schon mal einen Blick ins Buch werfen.

 


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Dieses Buch zu lesen ist alles andere als einfach. Neben dem persönlichen Schicksal von Frau Reinert und ihrer Familie, gewährt  es zudem einen tiefen Einblick in die Praxis der Transplantationsmedizin. Das Buch ist eben nicht nur das Buch einer trauernden Mutter, eines Menschen der feststellt, dass er eine Entscheidung getroffen hat, die sich im Nachhinein als falsch herausstellt. Das Buch ist auch eine Informationsschrift für all diejenigen, die sich umfassend über die Seite von Organspenden informieren wollen, über die uns so gut wie nie erzählt wird.

Nicht verschweigen möchte ich, dass ich an manchen Stellen, wo es um ihre persönliche Meinung und Beurteilung von Transplantationsmedizinern oder um Vergleiche mit Menschenversuchen im 3. Reich geht, ihre Wortwahl und ihre Einordnung weder teile und manchmal auch nicht verstehen kann. Das schmälert aber die von ihr aufgeschriebenen Fakten, die man so auch an anderen Stellen nachlesen kann, nicht, und macht es für mich zu einem unentbehrlichen Buch bei der Meinungsbildung zum Thema Organspende.

Unversehrt sterben ist 2009 im Kösel Verlag erschienen und hat 228 Seiten. Das Buch ist heute nicht mehr gebunden, aber als E-Book erhältlich und in der Kindle Editon Unversehrt sterben!

Ich danke dem Kösel Verlag für das Rezensionsexemplar.

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