Rezension: Queenig und spleenig?!

 

England hat gerade der Welt gerade gut organisierte olympische Spiele beschert, mit einer Eröffnungsfeier die ihresgleichen sucht und einer furiosen Endfeier. Wer nach diesen Spielen kein England Fan ist, dem ist nicht zu helfen. Aber Halt! Ist das schon die ganze Wahrheit? Ist England wirklich so, wie es sich in den letzten 4 Wochen präsentiert hat? Sicherlich ja, aber ganz sicher ist es auch ganz anders. Und über das ganz anders hat die Engländerin Nina Puri ein wundervolles Buch geschrieben: „Queenig und spleenig“ heißt es und lässt die Herzen von Englandfans höher schlagen, und löst bei Menschen, die England bisher nur von den herrschenden Vorurteilen kannten (reservierte Menschen, die den ganzen Tag Tee konsumieren und wahlweise in Regen ertrinken oder sich im Nebel verlaufen) den Wunsch aus, sofort auf die Insel zu fahren, um dieses Volk zu bestaunen und zu überprüfen, ob die Autorin nicht maßlos übertrieben hat.

Wer jemals in England war, wird bei der Lektüre bei vielem heftig nicken und noch öfter schmunzeln bzw. laut loslachen, so gut charakterisiert Nina Puri ihre Landsleute. Für die Nicht-Englandkenner verdichtet sich nach der Lektüre der Verdacht, dass Monty Pythons Flying Circus vielleicht doch viele Anleihen am realen Leben in Britanien genommen hat.

Das Buch sollte Pflichtlektüre für alle England Besucher werden, denn hinter den scherzhaften Anekdoten und Erklärungen verbergen sich doch auch viele Hinweise auf Dos und Don´ts im Umgang mit der englischen Bevölkerung. So manches Fettnäpfchen kann vermieden, so mancher mit todernster Miene vorgetragener Scherz als solcher entlarvt werden.

Und damit man sich einen guten Überblick verschaffen kann, ist diese Gebrauchsanweisung für England-Liebhaber und solche die es noch werden wollen, in übersichtliche Kapitel, alle wichtigen Bereiche Land und Leute betreffend,  unterteilt.

Ihr möchtet wissen wie die Engländer flirten (äh gar nicht, oder wenn nur mit viel Alkohol), welches ihre Lieblingsfreizeitaktivitäten sind: z.B. Brennnesselwettessen oder Schlammschnorcheln und wie man sich mit falsch parken um ein Vermögen bringen kann. Auch nicht schaden kann die Info, dass Ampeln höchstens eine beratende Funktion haben, und dass man im Falle eines Weltuntergangs auf keinen Fall a nice cuppa (eine Tasse Tee ) ausschlagen sollte. Mit Verwunderung liest man, dass England die meisten Sterneköche hat, die beliebtesten Kochwerkzeuge aber Schere und Mikrowelle sind.

Die Autorin geht mit einer riesen Portion Humor und Schuh und Strümpfen über Land und Leute her, aber auch als Deutscher sollte man sich auf den ein oder anderen amüsanten Seitenhieb gefasst machen

Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert und kann das Buch wirklich wärmstens empfehlen oder wie es ein richtiger Engländer sagen würde: It is not the wrong kind of book. Denn wenn die Engländer eines lieben, dann das Understatement.

Für ein Rezensionsexemplar von: Queenig und spleenig habe ich mich bei blogg dein buch beworben und wurde sehr zu meiner Freude unter etlichen Bewerbern ausgesucht.

Das Buch wurde mir vom Langenscheidt Verlag zur Verfügung gestellt, bei denen ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken möchte. Das Buch kann hier bestellt werden.

 

 

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Das freut mich sehr, üblicherweise ist es ja umgekehrt, ich lerne in deinem Blog jede Menge Neues kennen. Viel Glück, bin mal gespannt, was du dir aussuchst.

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