London von der kulinarischen Seite

Zu Weihnachten hatte Johanna meiner Mama und mir einen Gutschein für einen ganz besonderen Afternoon Tea geschenkt und mein Geburtstag war der perfekte Tag, um diesen Gutschein einzulösen.

Aber irgendwie artete dann das ganze Wochenende in Schlemmerei aus, so dass ich mit diesem Blogpost vielleicht mit dem ein oder anderen Vorurteil aufräumen kann, was England und Essen betrifft.

Den Beginn macht eine sehr britische Tradition: der Afternoon Tea. Dabei handelt es sich übrigens eher um eine vollwertige Mahlzeit, als den bei uns üblichen Nachmittagskaffee mit Kuchen.

Zum Afternoon Tee beim Mad Hatter – dem verrückten Hutmacher

Pünktlich um 16 Uhr fanden wir uns im Sandersons ein, einem verrückten und sehr stylishen Hotel in einer der vornehmen Ecken von London.

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Die Teestube befindet sich in einem Freiluftbereich mit wunderschönem Gärtchen und fließendem Wasser.

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Das Motto des Nachmittags: „Mad Hatter Tea“ ist nach dem verrückten Hutmacher aus „Alice im Wunderland“ benannt. Und das Thema „Alice im Wunderland“ begleitet die ganze Tee Zeremonie.

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Die Speisekarte wird stilgerecht in einer abgegriffenen alten Ausgabe von Alice im Wunderland serviert. Die Teeauswahl kommt in kleinen Riechfläschchen. Zur Auswahl stehen Rhubarb Custard, Strawberry Cream, Apple Pie und Chocolate Mint.

2014-07-02_0005Die köstlichen herzhaften und süßen Kleinigkeiten, die serviert werden, versetzen einen wirklich ins Wunderland. Da gibt es kleine „giftige“ Fliegenpilze und Uhren aus Biskuitteig.

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Ranken aus Erbsen und Möhren aus Meringue. Einen Wundertrank mit der Aufschrift: Drink me, der gar zu köstlich schmeckt, aber glücklicherweise nur den Bauch riesig macht, aber nicht den ganzen Menschen :-).

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Es gibt süße und herzhafte Scones, köstliche Sandwiches und Quiches. Großartigen Käsekuchen mit flüssigem Kern und und und.

2014-07-02_0007Die Augen gehen einem über bei all den Genüssen und die Geschmacksknospen jubeln.

Dass die Bedienungen in etwa so „freundlich“ sind wie der Hutmacher in der Märchenvorlage gehörte allerdings wohl weniger zum gewollten Drehbuch. Aber von dem wirklich schlechten Service, ließen wir uns die Laune nicht verderben.

Brunch im Ozone

Am nächsten Morgen ging es dann zum Brunch ins Ozone. Dieses Café hat seinen Namen wirklich verdient, denn hier wird der Kaffee (und alle Kaffeespezialitäten) nicht nur mit viel Liebe in einer ganz speziellen Maschine zubereitet. Im Ozone werden die Kaffeebohnen auch selbst geröstet. Und ja, sie verstehen ihren Job. Der Cappuccino schmeckte wunderbar und ich konnte nicht widerstehen und habe natürlich welche von den lecker nach Karamell riechenden Kaffeebohnen mit nach Hause genommen.

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Die Speisekarte ist vielfältig und sehr ausgefallen und die 3 Dishes die wir bestellten schmeckten hervorragend.

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Brunch im Granger & Co

Als ich das letzte Mal Johanna in London besucht habe, waren wir zum Brunch im Granger & Co. Wenn ihr also gerade in der Nähe von Notting Hill seid und in einem wunderschön eingerichteten und sehr hipen Café frühstücken wollt, dann stellt euch doch einfach hinten an der Schlange an, die sich immer vor dem Lokal bildet. Denn wer einmal dort war kommt gerne wieder.

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Abendessen in The Gate

Nach dem opulenten Brunch waren wir wirklich lange gesättigt. Aber Abends stand erneut ein Highlight auf dem Programm: The Gate.

Ein Restauranttester schrieb mal (sinngemäß) über The Gate: Das Gate ist nicht ein großartiges vegetarisches Restaurant, es ist ein großartiges Restaurant. Und genau das ist es. Ich kann mir nicht vorstellen, dass selbst dem eingefleischtesten Fleischesser 😉 hier etwas fehlen würde. Die Gänge sind so einfallsreich und es schmeckt ALLES so köstlich, da fehlt einfach gar nichts.

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Und so lecker haben wir gegessen:

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Courgette flower

Pan fried, filled with a sweet potato stuffing flavoured with Thai basil, ginger, garlic and chilli served Morning Glory and a sesame and lime dressing

Confit of artichoke salad

Slow baked artichoke hearts with semi dried tomatoes, French beans, hazelnuts and mixed leaves in a lemon dressing

Halloumi kibi

Roasted halloumi skewer in a tikka marinade with red onions, peppers and courgette with a chickpea salsa

Wild mushroom rotolo

Wild mushroom duxcelle wrapped in thyme infused potato topped with goats cheese, served on French beans, creamy cep reduction sauce and finished with deep fried leeks

Tortillas

Sweet potato, sweetcorn, goats cheese, chilli, lime and coriander. Baked beetroot, feta, parsley, guacamole, sour cream and black bean pepper salsa

Cheese glazed gnocchi

Pan fried gnocchi glazed in a rich cream sauce served with spiced braised red cabbage and served with a salsa rosa

Und zum krönenden Abschluss:

Brioche blueberry and chocolate butter pudding served with a blueberry compote

Das war sicher einer der leckersten Nachtische die ich je gegessen habe.

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Das Waffle House

Am Sonntag ging es dann aufs Land, zum Waffle House. Als Geheimtipp kann man es kaum bezeichnen, denn als wir um 11.40 eintrafen, war schon kein Parkplatz mehr zu bekommen und für einen Tisch mussten wir 20 Minuten anstehen. Danach verdreifachte sich die Schlange allerdings – da hatten wir doch noch richtig Glück gehabt.

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Auch hier überzeugt die Auswahl an deftigen und süßen Speisen, die alle ein gemeinsames Thema haben. Der Name des Restaurants ist natürlich Programm, alles wird auf Waffeln serviert, die wahlweise aus hellem oder Vollkornmehl gebacken werden. Aber wer keine Waffeln mag (so was soll es ja tatsächlich geben) der kann sich statt der Waffel auch eine Portion Reis bestellen.

Meine Wahl viel auf eine Waffel mit Avocado und Humus zum Hauptgericht und als Nachtisch eine Banoffee Waffel. Wer jemals Banoffee Pie gegessen hat, hat eine Vorstellung wie lecker das ist. Waffel mit Karamellsirup, Schokoladensauce und Vanilleeis. Himmlisch.

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Es war ein wunderschöner Nachmittag.

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Und dann waren 3 Tage Schlemmerei auch schon um. Ob uns wirklich jemand glaubt, dass wir ein außergewöhnliches kulinarisches Ereignis nach dem anderen in  England hatten?

Auf alle Fälle geht mein riesiger Dank an meine Tochter Johanna, die diesen wunderbaren Trip von A  bis Z geplant hat. Es war einfach wundervoll.

Und danke auch an Johannas Freund Daniel und seine Familie die mich mit einem Geburtstagskuchen überrascht haben und mit denen wir alle viel Spaß hatten. Hope to see you again soon.

Und jetzt würde ich mich sehr über einen Kommentar von euch freuen. Kennt ihr eines der Lokale? Habt ihr eine Empfehlung wo wir bei unserem nächsten England bzw. London Trip unbedingt essen müssen? Liebt ihr England auch so wie ich? Fragen über Fragen, das Kommentarfeld gehört euch…

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