Das 2. Türchen: Dankbarkeit

Bild: Claudia Schramm

Bild: Claudia Schramm

Drei Begebenheiten waren es am gestrigen Mittwoch, die mich bewogen haben, das Thema des heutigen Türchens kurzfristig umzuwerfen.

Die erste Begebenheit war am Morgen eine SMS an einen Freund, mit der Bitte um gelegentlichen Rückruf. Nicht nur, dass dieser Freund mich nach ein paar Minuten schon angerufen hat, nein er hatte auch 3 Stunden später Zeit für mich und mein medizinisches Problem. Danke Walter.

Die zweite Begebenheit war ein Päckchen, das mich erwartete, als ich in der Mittagspause nach Hause kam. Es war von Johanna und darin war ein ganz wundervoller, selbst gebastelter Adventskalender, der ganz viel Liebe in den Türchen verpackt hat. Ich war so gerührt und dankbar, das lässt sich gar nicht in Worte fassen. Dieser Adventskalender ist eins der wertvollsten Geschenke, das ich jemals bekommen habe.

Die dritte Begebenheit war der Bombenalarm in der Europa Galerie gegen Abend. Mein Sohn Niklas rief mich an, um mir zu sagen, dass sie evakuiert wurden und dass Feuerwehr, Polizei, Krankenwagen und Sprengstoffexperten vor Ort seien. Die Dankbarkeit die ich empfand, als alles gut ausgegangen und mein Sohn wieder wohlbehalten zu Hause war, das lässt sich auch nicht in Worte fassen. Dankbarkeit, auch gegenüber den Menschen, die ihr Leben riskieren, um das von anderen Menschen zu schützen.

Drei Begebenheiten an einem Tag, echte Freundschaft und Hilfsbereitschaft, wahre Liebe und Dankbarkeit, davon war mein heutiger Tag geprägt.

Das Thema ließ mich nicht mehr los und mir fielen noch unendlich viele Dinge ein, für die ich dankbar sein kann und auch sehr oft bin. Dass ich dies so verstärkt wahrgenommen habe, liegt bestimmt auch an der Artikelserie von Alexandra Graßler, der Wissensagentur, die den ganzen Monat November unter das Motto Dankbarkeit gestellt hat. Jeder einzelne Artikel ist wirklich lesenswert.

Ich kann hier wirklich nicht alles aufzählen, aber dankbar bin ich z.B. dass:

  • meine Eltern noch leben und mein Leben bereichern
  • ich wundervolle, engagierte, weltoffene und herzensgute Kinder habe, vor deren Entwicklung und Wesen ich nur voller Staunen stehen kann und mich daran erfreuen kann, dass sie ihr Leben mit mir teilen
  • eine Schwester, die immer für mich da ist und ein offenes Ohr und ein großes Herz hat
  • ich in meinem Leben immer die richtigen Leute zur richtigen Zeit getroffen habe und mir immer Hilfe zu Teil wurde, wenn ich sie brauchte
  • ich wirkliche und echte Freunde habe und Menschen in meinem Umfeld von denen ich viel lernen kann
  • ich mit tollen Menschen zusammenarbeiten kann, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind
  • ich ein wunderschönes Haus bewohnen darf, in das ich mich jeden Tag freue heimkehren zu können
  • ich in einem Land lebe in dem man seine Religion frei ausüben darf ohne verfolgt zu werden
  • und last but not least, dass ich gesund bin.

Das alles erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.

Auch im Blog von Claudia Schramm, die die Bilder meines Adventskalenders gemalt hat, geht jeden Tag ein Türchen mit einem Bild vom Krippenweg in Pegnitz auf.  Sehr sehenswert.

Bitte hört auch in den AdventPodcast von Bianca rein. Gestern wurde die Geschichte : Morle und der Weihnachtseuro“ der Tiertafel gewidmet.

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13 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Andrea!
    Zu später Stunde noch ein „danke“, das von Herzen kommt! Danke für Deine Blogposts, die mich nicht nur dieser Tage mitten ins Herz treffen, sondern mir das ganze Jahr über neue Erkenntnisse und einen weiteren Horizont bringen!
    Schön, dass ich Dich „hier“ getroffen habe – noch schöner, dass wir uns inzwischen real kennen!
    Lieben Gruß aus dem Nachbarland!
    Yvonne

  2. Liebe Andrea,

    als ich deinen Tweet wegen Niklas gelesen hab, ist mir auch erst mal das Herz in die Hose gerutscht und ich bin so froh mit euch, dass alles gut ausgegangen ist! Was für ein Schreck doch sowas ist.

    Wie lieb von dir, nochmal auf meinen Dankbarkeitsmonat hinzuweisen. Ich hab durch meine eigene Aktion mein Dankbarkeitsbüchlein wieder aktiviert und werd damit jetzt gleich noch meinen Tag beschließen.

    Herzlichste Grüße,
    Alexandra

  3. Liebe Andrea, ich freue mich mit Dir über diese Begebenheiten und vor allem, dass Dein Sohn gut nach Hause gekommen ist! Es geht immer um die Menschen… das ist immer das Wichtigste.

    Mir fällt da ganz spontan heute diese Personengruppe ein:

    Danke für die orangenen Engel, die schon die ganze Nacht Winterdienst schieben und versuchen, die Straßen freizuhalten.
    Ein besonderer Gruß geht dabei an @illiconvalleyy, der gerade in diesem Moment auch auf dem Räumfahrzeug sitzt.
    Bei uns fällt heute wegen der Wetterlage die Schule aus und ich bin dankbar für einen geschenkten Vormittag mit meinen Kindern 🙂

  4. @Yvonne @Alexandra und @Claudia auch uns haben ja die unwahrscheinlichsten Zufälle zusammengeführt. 20 Jahre früher wären wir uns wohl nie begegnet.

    @Claudia ja, für die orangenen Engel bin ich auch sehr dankbar. Und dass Illiconvalley alias Armin König schon um halb 4 mit seinem Räumdienst ausfährt…. Respekt.

  5. Ja, dann noch mal ein Dankeschön für die tollen Zufälle, die uns zusammengeführt haben. 🙂

    Ich habe den Schnee räumenden Bürgermeister heute früh quasi live miterlebt – in der Timeline – weil ich für meinen Gemahl die Verkehrslage gecheckt habe: Er hätte heute früh um Fünf geschäftlich nach Halle fahren müssen. Da fällt mir zum Beispiel jetzt noch Dankbarkeit für Radio und Informationsdienste wie Unwetterzentrale.de ein, die mir und ihm bei Entscheidungen helfen können… auch zu Zeiten, wo der frühe Vogel noch im verschneiten Nest liegt 😉

  6. Liebe Andrea,
    es gibt ein wunderschönes Lied das zu Deinen Adventkaldendergedanken von heute passt: Danke, für diesen schönen Morgen, danke für diesen guten Tag, danke oh Herr ich will Dir danken, dass ich danken kann. Ich habe es jetzt etwas verändert. Aber ich gehe oft durch den Wald und singe dieses Lied, weil ich der Überzeugung bin wie Du, dass wir viel zu selten danke sagen, für all das, was um uns ist und die Hilfestellungen die wir jeden Tag bekommen, die wir aber auch anderen geben. Ich möchte beispielsweise danke sagen, dass wir gestern so oft telefonieren durften und dass Du meine Freundin bist!

  7. Ein ganz ganz großes DANKE SCHÖN von mir. Dein Eintrag hat mich sehr berührt.

    Und gerne gebe ich das was du über mich geschrieben hast „zurück“:
    Du bist wirklich auch immer für mich da, auch wenn das nicht immer ganz leicht ist.

    Deine kleine Schwester

  8. Liebe Andrea, vor einigen Minuten bin ich noch stinksauer in mein Büro gekommen: weil ich mal wieder vor meiner eigentlichen Arbeit durch die Kinderzimmer gefegt bin … tausende von kleinen „weiß nicht was“ meiner Tochter aufgeräumt , dreckige Socken meines Sohnes aus jeder Ecke gezogen und festgestellt habe, dass mein Sohn weder Schulmäppchen, noch Deutsch- oder Mathehausaufgaben mitgenommen hat und zum Abschluß auch noch vergessen hat, dass er heute einen Vokabeltest schreibt, nachdem man gestern furchtbar gelangweilt war, aber nicht einen Gedanken an den Französischtest verschwendet hat….Danke, dass Du mich wieder zurecht gerückt hast und mich an das wirklich Wichtige in unserem Leben erinnert hast. Liebe Grüße Anke

  9. Liebe Andrea – wie immer ganz und gar wunderbar Dein Beitrag zur Adventszeit.
    Es gibt noch einige vom „aussterben Bedrohte“ Begriffe und ich bin sehr gespannt wievielen ich in Deinem Adventskalender noch begegnen werde.
    Dankbarkeit vermag Türen zu öffnen – nach innen, wie nach außen, daher rufe ich zur Wortrettung auf 🙂
    Viele herzliche Grüsse vom bajuvarischen Schneeberg,
    Etelka

  10. Liebe Frau Juchem,
    ich freu mich so sehr, gleich als ich das Wort Danke las, da ist wohl eine Fortsetzung… 🙂 von Alexandra Graßler!
    Denn darüber bin ich dankbar, dass sich dadurch neue Begegnungen ergeben haben, gedanklicher Austausch, und ein Kennenlernen von so vielen neuen Frauen.
    Dankbar bin ich auch, dass mir gestern abend ein Zimmer angeboten wurde, in einer etwas ungewöhnlichen Umgebung für mich, wobei mich dies auch sehr nachdenklich gemacht hat, wie es wohl wäre. wenn ich zu einem plötzlichen Pflegefall werden würde, und auf fremde Hilfe angewiesen und den Rest meines Lebens da verbringen müsste.
    Ja, wie dankbar bin ich nun, glücklich auf meiner Couch in meinen vier Wänden zu sein, und meine Liste kann ich in solchen Momenten noch endlos lang schreiben. Ich mach es kurz,
    DANKE, dass es Menschen gibt, wie Sie, wie Alexandra Graßler, wie Claudia Schramm, wie ….
    Einen glücklichen Abend!
    Kerstin

  11. Was für eine wunderschöne, anregende website! Wenn’s nicht so weit wäre, würde ich gerne mal an eurem Haus mit den tollen Kalender-Bildern von Claudia vorbeigehen… Eine schöne Adventszeit wünsche ich dir und deiner Familie! Gruß, Uta

  12. @Eva stimmt, dieses Lied wurde in den 70ern immer in den Kindergottesdiensten gespielt, ich erinnere mich. Danke auch für deine Freundschaft und den netten Anruf von heute Abend.

    @Anke das kenne ich nur zu gut, und auch wenn man dankbar ist, manchmal darf man als Mutter aber auch echt sauer sein 🙂

    @Etelka das ist ein schönes Bild: innere Türen öffnen. Danke dafür. Deine bedrohten Begriffe haben mich auf eine Idee gebracht, vielleicht kommt noch ein Blogpost über einen Begriff den man heute schon fast vergessen hat.

    @Kerstin stimmt, die Liste könnte endlos lang sein, wie schön wenn man sich öfter mal daran erinnert

    @Uta danke für das Lob. Und ja die Bilder von Claudia sind im Original noch schöner 🙂

    @All vielen Dank für eure netten Kommentare und für die Offenheit mir der ihr hier kommentiert.

  13. Mama, du hast da was falsch verstanden. Man darf niemals sauer auf seine liebsten Kinder sein.

    Gezeichnet, eines deiner vielen Kinder

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