Medienrückblick KW 18: Kein Kinderkram, D, einig Prangerland und Aufklärung von Missständen per SMS

FAS

Der Medienrückblick ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Artikel, Blogpost, Podcasts, Videos die ich in der vergangenen Woche gehört, gelesen oder gesehen habe, illustriert mit dem Sonntagsfoto* der aktuellen Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Arbeit/Wirtschaft:

Die Zeit: Wissen in Bildern – Brüder, zur Sonne…

Vom Jahresanfang bis zum 1. Mai 1825 (der noch kein „Tag der Arbeit“ war) schufteten die damaligen Arbeiter schon so viele Stunden, wie wir heute im ganzen Jahr arbeiten. Die verkürzte Arbeitszeit ist zwar eine Folge höherer Produktivität, musste aber auch hart erkämpft werden

FAZ: Adidas will Missstände in Asien per SMS aufklären 

Nach dem verheerenden Gebäudeeinsturz in Bangladesch mehren sich die Forderungen nach menschenwürdigeren Bedingungen in Asiens Textilfabriken. Adidas will nun Missstände mit einem SMS-System für Mitarbeiter aufklären.

FAZ: An den Richter im NSU-Prozess – Sie haben es gewollt!

Ein Brief an Manfred Götzl, den Vorsitzenden Richter im Münchner NSU-Prozess: Unsere Rechtskultur lebt von einer Öffentlichkeit, die diesen Namen verdient. Und nicht von der Farce einer Gerichtstombola.

Toller Blogpost von Das Nuf in dem sie erklärt warum sie ein Video so auf die Palme bringt, dass davon handelt, wie toll das Leben ist, wenn man immer nur das macht was einem Spaß macht:

Das Nuf advanced: Geht euch doch selbstverwirklichen, ich geh arbeiten

....Wahrscheinlich macht mich das Video in wenigen Sekunden so unendlich aggressiv weil es mein durchschnittliches Leben abwertet. Weil es mir aufzwingt immer glücklich sein zu müssen, immer erfüllt, immer inspiriert.

Ich habe das Gefühl, das eine solche Erwartung Menschen unglücklich macht….

Das Netz:

Meedia: Österreichs Verleger wettern gegen das Web

Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) hat anlässlich des internationalen Tags der Pressefreiheit eine Kampagne vorgestellt, die über die Bedeutung von unabhängigen Zeitungen und Magazinen für die Wahrung der Pressefreiheit informieren soll. Die Motive sind allerdings vor allem eine reichlich unreflektierte Kritik an Twitter, Facebook und Google. „140 Zeichen reichen nicht aus“, heißt es auf einem Plakat, auf dem ein toter Twitter-Vogel sowie das Hashtag #pressefreiheit zu sehen sind.

Gesellschaft:

Süddeutsche: Deutschland, einig Prangerland

Jetzt Hoeneß, vorher Zumwinkel, Guttenberg und Wulff: Mit Repräsentanten, die zum Helden nicht länger taugen, geht die deutsche Gesellschaft oft gnadenlos um. Doch warum folgt auf ein meist eher mittelschweres Delikt immer eine exzessive Reaktion der Öffentlichkeit?

Rhein-Zeitung: Über Kindheit früher und Kindheit heute – ein Essay

Kann man einem achtjährigen Kind zumuten, einen Schulweg von ein bis zwei Kilometern zu Fuß zu gehen? Bis in die 1970er hätte die Mehrheit der Deutschen die Frage gewundert. Heute indes werden viele junge Eltern schon bei der Vorstellung blass.

Die Zeit: „RENT-A-TEACHERMAN“ Kein Kinderkram 

Ein Bremer Projekt holt Männer an die Grundschulen

GTD:

Spon: Prokrastination: So bekämpfen Sie Ihre Aufschieberitis

Die E-Mail kann später beantwortet, der Kunde noch nächste Woche informiert und die Bewerbung kurz vor Abgabefrist geschrieben werden. Viele Menschen schieben Aufgaben gerne vor sich her. Dabei erzeugt das Aufschieben nur unnötigen Druck – und schadet im schlimmsten Fall der Gesundheit.

billomat: Wer sich ablenkt, arbeitet besser! Konzentrationsübungen für mehr Effektivität

Es klingt paradox, ist aber in einer Studie an der Universität von Chicago nachgewiesen worden: Wer sich während anspruchsvoller Aufgaben hin und wieder ablenkt, kann sich besser konzentrieren. Erklärung der beteiligten Forscher für dieses Phänomen: Auf Dauer höre man entgegen seiner Absicht auf, der eigentlichen Aufgabe Aufmerksamkeit zu schenken – es sei denn, man gönne ihr hin und wieder Pausen.

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