Wieviele Sklaven arbeiten für euch?

Sklaven

Spätestens seit den dramatischen Ereignissen in Bangladesch, bei denen mehr als 1000 Mensch umkamen, kommt man an der Erkenntnis nicht mehr vorbei, dass viele unserer Konsumgewohnheiten für die Ausbeutung ungezählter Menschen weltweit verantwortlich sind.

Betroffen sind nicht nur die Menschen in Bangladesch (hierzu bitte die Stellungnahme von Sina Trinkwalder alias manomama lesen) und Auslöser nicht nur die Billigklamotten von den einschlägigen Ketten. Es sind unsere Smartphones, unsere elektronischen Geräte, unsere Lebensmittel, die unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert werden.

Für jeden von uns arbeiten mehrere Dutzend Sklaven.

Auf der Seite Slavery Footprint könnt ihr euere eingenen „Sklaven Fußabdruck“ berechnen lassen. d.h. wieviele Menschen für euern Lebensstil ausgebeutet und versklavt werden. Für die Berechnung muss mal etliche Fragen über seine Konsumgewohnheiten und Besitzverhältnisse beantworten, von den Wohnverhältnissen über Kleidung, elektronische Geräte bis hin zu Kosmetikartikeln. Das Resultat ist erschrecken.

Slavery Footprint definiert Sklaven wie folgt:

Wer gezwungen ist, ohne Bezahlung zu arbeiten, wirtschaftlich ausgebeutet wird und nicht in der Lage ist, sich zu entfernen. 

Und erläutert weiter:

 Zwangsarbeit, auch als unfreiwillige Knechtschaft bekannt, können die Folge sein, wenn skrupellose Arbeitgeber Arbeitnehmer ausnutzen, die verletzlich sind durch hohe Arbeitslosigkeit, Armut, Kriminalität, Diskriminierung, Korruption, politische Konflikte oder kulturelle Akzeptanz. Einwanderer sind besonders gefährdet, aber auch Einzelpersonen können in den Arbeitsmarkt in ihren eigenen Ländern gezwungen werden. Weibliche Opfer von Zwangs-oder Sklavenarbeit, vor allem Frauen und Mädchen in Leibeigenschaft, werden dazu häufig noch sexuell ausgebeutet.

Wieviele Sklaven arbeiten für euch?

Wenn ihr das alles für übertrieben haltet, aber auch wenn ihr am Thema sehr interessiert seid, dann macht doch bitte den Test auf Slavery Footprint und lasst euch errechnen, wie viele Menschen für euer persönliches Konsumverhalten ausgebeutet werden und teilweise Leib und Leben riskieren.

Nachdem ihr eure persönlichen Status festgestellt habt, könnt ihr euch eine App laden, und ja es gibt sie sowohl für iPhone als auch für Android. Wenn ihr euch anmeldet und euren aktuellen Standort eingebt, bekommt ihr eine Auswahl der Geschäfte vor Ort und mehrere Handlungsoptionen.

Diese Seite ist auf alle Fälle ein weiterer Schritt zur Bewußtseinserweiterung und zum aufzeigen, dass jeder/jede Einzelne_r es in der Hand hat, etwas zu tun.

Und einige haben ja schon angefangen. Spontan fallen mir ein:

Wenn ihr auch Initiativen, Unternehmen und interessante Seiten zum Thema kennt, hinterlasst sie doch bitte in den Kommentaren, ich vervollständige die Liste dann.

 

via FAZ: 36 Sklaven arbeiten für mich

 

 

 

 

 

 

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