Von 0 auf unentbehrlich: Pocket

Heute morgen wusste ich noch nicht, dass ich heute Abend eine neue Lieblings-App haben werde. Und das kam so:

Angesichts der gefühlten 23.492 tollen Artikel, Videos und Tutorials, die mich morgens oft in Facebook und Twitter erwarten, und von denen ich dann geschätze 83 öffne, um sie mir später anzuschauen, und die dann im Schnitt 27,9 Tage offen bleiben ohne gelesen zu werden, meist dazu führen, dass mein Mac abstürzt, mein iPhoto kollabriert, ähh wo war ich gerade? Ach ja bei den geöffneten Seiten. Und die müssen ja wiederum erst auf Inhalt gecheckt werden, ob sie es wert sind, in Delicious aufgenommen zu werden, bevor ich sie abspeichern kann.  Daher habe ich nach einem virtuellen Zwischenlager gesucht. Dunkel habe ich mich erinnert, dass es mal so etwas gab  wie „read later“, aber bei der Suche danach, kam als erstes Ergebnis:

Pocket

Nicht nur, dass ihr mit dieser App alles zwischenspeichern könnt, bis ihr dann während einer 4-stündigen Wartezeit beim Arzt mal zum lesen kommt, nein sie auch noch kostenlos, funktioniert tadellos und es gibt sie ausnahmsweise mal nicht nur für iOS 🙂 (meine treuen Foto-App-Serien-Leser wissen was ich meine). Mobil kann sie genutzt werden mit iOS, Android, Kobo e-reader, Kindle Fire, Windows Mobile, Blackberry und es gibt Buttons für die verschiedenen Browser.

Alle Links kann man per Tags auch noch verschlagworten (könnt ihr im unteren Screenshot ganz gut erkennen), was sehr hilfreich ist, wenn ihr erst mal die 23492 nützlichen Links abgelegt habt und den Überblick nicht verlieren möchtet.

Hier sind zwei Screenshot von einem Teil der Links, die ich heute zwischengespeichert habe:

Foto 2

Screenshot iPad und ja, die leckeren Cookies werde ich demnächst backen

 

Foto

Screenshot iPhone

Und nun seid ihr dran: Ist das keine geniale App? Oder kanntet ihr sie womöglich schon und habt mir nichts davon erzählt?

 

 

Introducing Pocket from Pocket on Vimeo.

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7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bekenne mich schuldig. Ich nutze Pocket seit einiger Zeit und finde das Teil einfach praktisch. Auch mir stürzt manchmal der Browser ab. Oder ich habe noch fünf Minuten Zeit, da kann ich schnell mal auf dem iPad…
    Ich muss nur immer aufpassen, dass sich nicht neuen Datenhalden ansammeln. Daher putze ich regelmäßig aus. Für mich ist Pocket in erster Linie ein Vorrat von noch zu lesenden Seiten oder Artikel, kein Datenarchiv.

    • Auch ich nutze Pocket schon, seit es „read it later“ hieß. Allerdings speichere ich nicht die ganzen Seiten, sondern nur die Links. Z. B., wenn ich im Büro via Twitter auf eine Seite aufmerksam gemacht werde, die ich zwar lesen will, was aber in dem Moment nicht geht.
      Statt wie früher mir selbst eine Mail mit dem Link zu schreiben, klicke ich oben auf das kleine Icon – und bei Gelegenheit lese ich das dann.
      Lesezeichen synchronisieren scheidet auch aus, dazu sind die Sammlungen im Büro und daheim einfach zu unterschiedlich.

      Ja, „Pocket“ ist eine der am häufigsten genutzten Browser-Erweiterungen bei mir. Nur schade, dass die Umsetzung für Chrome so viel schlechter ist als für Firefox. Warum konnte man das nicht parallel halten (speichern->klick in Adressleiste, aufrufen->Ausklappliste via Icon in der Symbolleiste)?

      Gruß
      urrmeli

  2. Auch ich bekenne mich schuldig. Allerdings finde ich den Konkurrenten Instapaper weitaus praktischer und mit mehr Funktionen versehen. Das hübsche Magazinlayout hat er allerdings nicht.

  3. Ich hätte ja auf Pocket hingewiesen, wenn ich nicht bekennender Instapaper-Pro-Nutzer wäre 🙂
    Pocket läuft für drei Webseiten als IFTTT-Relais, ansonsten nutze ich es nicht aktiv.
    Für Texte gefällt mir Instapaper besser, alles andere landet bei mir in Evernote. Ich sehe durchaus den Reiz von Pocket (meine Frau schwört darauf), mir ist es zu bunt (ich verliere da schnell den Fokus). Und vermutlich bin ich schon zu sehr mit IP vertraut.

  4. Danke für eure Kommentare, und jetzt ist mir auch klar, warum es bei meiner Suchanfrage nach „read later“ kam. Nur read it later hat mir nicht wirklich gefallen und so habe ich es nie genutzt.
    Mit Instapaper habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt. Sieht auch chic aus.

    Auf alle Fälle weiß ich jetzt, wie ich in Zukunft mehr Kommentare bekomme. Einfach fragen wer es schon kennt 😉

  5. Ich nutze Pocket auch schon seit mehreren Jahren (wann ist die Vorgängerapp gestartet?). Und das sehr intensiv.

    Ich finde die Chrome-Extension exakt so funktional, wie sie sein soll: Adresse speichern, taggen, fertig. So mache ich das an aktuell drei Rechnern und ich hatte noch nie Probleme mit dem Synchronisieren.
    Gelesen wird dann auf dem Tablet, bzw. meistens auf dem Smartphone. In grauer Vorzeit hatte die (Vorgänger-) App ja den unschlagbaren Vorteil, dass man nur den Text und keine Werbung und sonstiges Zeug angezeigt bekommen hat. Das ist es ja, was ich beim Lesen will: Den Text. Und das funktioniert gerade für mobile Geräte unschlagbar gut.

    Außerdem ist die Integration in andere Apps sehr gut. Ich werfe bspw. einen guten Teil von Texten aus meinem Feedreader erst mal in die Pocket. Per Feedreader, Twitter, FB, etc. kommen am Tag Links in dreistelliger Höhe. In der Pocket landet dann nur das, was nicht sofort, aber dennoch gelesen werden muss.

    Jetzt bräuchte ich nur noch jemanden, der mir erklärt, wie man die Pocket wieder leer bekommt… 😉

    • Tablet kaufen. Ich habe gemerkt, dass dies die einzig vernünftige Möglichkeit für mich ist, solche Inhalte zu konsumieren. Am Monitor verliere ich einfach zu schnell die Geduld 😉

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