Das 3. Türchen: Spielverlerner

Wimmelbuch

Zeichnung: Jürgen Schanz

 

Auf der Seite des Bistums Essen habe ich dieses Video entdeckt;

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Erstellt wurde es von Insa Buiting,  18 Jahre alt und FSJlerin auf dem Kirschkamperhof, einer Einrichtung für Kinder- und Jugendgruppen.

18 Jahre alt und schon so erwachsen. So erwachsen, das Thema Kindheit so distanziert und reflektiert zu betrachten. Mich hat es direkt angesprochen und gedanklich sehr beschäftigt.

Es hat mich angeregt über die Dinge nachzudenken, die mich glücklich machen. Und neben den „Dingen“ die einem als erstes einfallen, wie das Zusammensein mit Familie und Freund*innen, sind es  doch oft kindliche Momente im Leben, die Ausgelassenheit und Freude zurückbringen.

Wie die Aufwärmübung in der Gymnastikstunde, als wir zu rhythmischer Musik, wild und ausgelassen, wie Kinder, durch die Halle toben und tanzen sollten. Etliche Kursteilnehmer haben sich geschämt, mir hat es einen Riesenspaß gemacht. In dem Moment gab es nur Musik, Tanz und Losgelassenheit.

Oder mein großer Adventskalender am Haus mit all den kindlichen Motiven. Er bringt mir ja auch einen Teil Kindheit in meinen Alltag zurück. Übrigens, die meisten Menschen die mir erzählen, wie sehr sie sich jedes Jahr auf den Kalender freuen, das sind Erwachsene.

Und gerade in der Adventszeit holen uns viele schöne kindliche Erinnerungen ein. Die Lichter, die Gerüche, das Plätzchen backen, der Adventskranz, die Kerzen.

Wenn Insa in ihrem Video davon spricht, wie schön es war als die Mutter ihr noch die Kleider rausgelegt hat, habe ich an die Bibelstelle denken müssen:

Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie derselben eins.

und natürlich an diese Stelle

Wahrlich ich sage euch: Es sei denn, daß ihr umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.

Natürlich können wir nicht jegliche Verantwortung abgeben. Aber mit kindlichem Staunen und Vertrauen auf die Welt und andere Menschen zu schauen, das würde das Leben sicher leichter machen.

Ich danke Insa ganz herzlich für ihr Video.

Was sind eure schönsten Kindheitserinnerungen und was würdet ihr in eurem Erwachsenenleben gerne kindlicher angehen?

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. In dieser Zeit fallen mir auch Kindheitserinnerungen ein.

    Eine Freundin postete das Foto eines Geburtstagsgeschenkes ihrer 2-jährigen Tochter mit dem Kommentar, man müsse noch mal 2 sein, um so schöne Dinge geschenkt zu bekommen. Das macht mich traurig. Vielleicht fällt mir was ein, was nicht kindisch ist und trotzdem so, dass sie wie damals als Kind sein kann: staunen, sich freuen, vertrauen, nicht für alles und jeden verantwortlich sein, … . „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder … .“ Das ist ja keine Drohung, sondern eine Einladung.

    Vielen Dank für den bereichernden Impuls.

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